INKLUSION: GEMEINSAMES LERNEN

Die Löwenburgschule unterrichtet Schülerinnen und Schüler im Gemeinsamen Lernen schon seit dem Schuljahr 1999/2000. Das gemeinsame Lernen hat sich seitdem zu einem festen Bestandteil des Schulkonzeptes entwickelt. So gibt es inzwischen in jedem Jahrgang eine Inklusionsklasse, in der Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam lernen. Um eine optimale Förderung zu ermöglichen, ein individualisiertes Lernumfeld zu schaffen und so auf die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Kinder eingehen zu können, arbeiten unsere Grundschul- und Förderschullehrer eng zusammen.

Im aktuellen Schuljahr 2018/19 lernen 17 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in vier Inklusionsklassen. Dabei werden sie von Herrn Holzinger und Frau Gebauer-Meyer - unseren zwei Förderschullehrern begleitet.

An unserer Schule wird Gemeinsames Lernen als Team-Teaching verstanden, so arbeiten Klassenlehrer und Förderschullehrer gemeinsam und gleichberechtigt - was der ganzen Klasse zugutekommt. Zusätzlich findet neben Phasen der Einzelförderung mit speziellen Angeboten für die Inklusionskinder, ebenso Kleingruppenförderung mit Mitschülerinnen und Mitschülern statt.

Dabei kann sich die Ausgestaltung des Gemeinsamen Lernens in den einzelnen Klassen unterscheiden: Sie hängt vom individuellen Förderbedarf der Kinder ab und wird in individuellen Förderplänen festgelegt und regelmäßig überprüft, erweitert und aktualisiert. Grundsätzlich wird dabei unterschieden, ob ein Kind zielgleich (nach den Lehrplänen der Grundschule) oder zieldifferent (nach den Lehrplänen der jeweiligen Förderschule) unterrichtet wird.

Um eine optimale Förderung aller Schülerinnen und Schüler - nicht nur der Inklusionskinder - zu erreichen, ist differenziertes Arbeiten unerlässlich. Eine Form des differenzierten Angebots ist beispielsweise der Werkstattunterricht - ein Grundpfeiler unseres pädagogischen Handelns. Zugleich eröffnet diese Arbeitsweise viele Möglichkeiten für unsere Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Unsere Räumlichkeiten haben wir - soweit baulich möglich - auf den gemeinsamen Unterricht ausgerichtet. So gibt es einen eigenen GL-Raum, der für Kleingruppenförderung, Diagnostik und Elternarbeit zur Verfügung steht. Die Klassenräume der Inklusionsklassen verfügen in der Regel ebenfalls über Differenzierungsräume, die Einzel- und Gruppenarbeit auch im Klassenverband, z.B. im Rahmen des Werkstattunterrichtes erleichtern.

Für uns zählt eine Zusammenarbeit zwischen Schule, OGS bzw. Betreuung sowie Elternberatung und Kooperation mit außerschulischen Institutionen zu unserem Verständnis von inklusivem Handeln.

Sie haben noch Fragen? Gerne beraten wir sie auch im Übergang vom Kindergarten zur Grundschule zu unserer inklusiven Arbeit.

Erstkontakt zu unseren Förderschullehrern über das Sekretariat unserer Schule 02224/960250.

Gemeinsames Lernen hat übrigens Vorteile für alle Kinder:

 

Zwei Lehrer unterrichten und beobachten gemeinsam die Klasse und sind für alle Schülerinnen und Schüler ansprechbar. Es können kleine Lerngruppen gebildet werden, um so dem Leistungsstand aller Kinder gerecht zu werden. Das Angebot differenzierter Lernhilfen kommt allen Kindern zugute. Kinder erfahren und erleben, dass jeder von uns Stärken und Schwächen hat und das "Anders sein" "Normal sein" bedeutet. Kinder entwickeln dadurch grundlegende Sozialkompetenzen wie Toleranz und Akzeptanz Die Inklusionskinder können wohnortnah mit den Kindern aus Ihrer Nachbarschaft in ihren gewohnten sozialen Bezügen leben und lernen.